Der Core-Satellite-Ansatz

Wie investiere ich?

Vermögen braucht Struktur.

Ein praktischer Erfahrungswert aus vielen Mandantenberatungen ist das Erarbeiten einer Zielstruktur. Dafür sehr hilfreich ist der Core-Satellite-Ansatz.

Was heißt das?

Ein Gesamtportfolio wird in zwei Bereiche aufgeteilt:

1. Bereich: das Kern-Portfolio („Core“) – Anteil Gesamtanlage: 60% – 80%

Das Kernportfolio bildet die Grundlage der langfristigen Anlagestrategie und soll im Laufe der Zeit durch eine marktgerechte Rendite das Vermögen langfristig fortlaufend mehren. Kostengünstige und breit gestreute Anlagen helfen dabei. Niedrige Kosten bedeuten einen höheren Ertrag; eine breite Anlagenstreuung hilft Anlagerisiken zu verringern. In Zeiten mit großer Unsicherheit, wie aktuell, wird der Aktienteil in Etappen aufgebaut oder einfach regelmäßig bespart – eine wirksame Methode, um die Folgen einer Einmalanlage zum „falschen Zeitpunkt“ abzumildern.

2. Bereich: das Satelliten-Portfolio („Satellite“) – Anteil Gesamtanlage: 20% – 40%

Satelliten ergänzen das Kernportfolio und werden flexibel eingesetzt – bei normalem bis sonnigem Börsenwetter bieten Sie zusätzliche Ertragschancen; bei stürmischer Börse helfen sie Verluste zu begrenzen. Anlagebausteine hierfür können Verwalter mit unterschiedlichen Anlagestilen, das Beimischen von Regionen, Branchen oder Themen wie auch physische Edelmetalle sein. Im besten Fall zeigen Satellitenanlagen keine oder eine geringe Abhängigkeit vom Kernportfolio. Da sie aber i.d.R. risikoreicher sind, ist der Anteil am Portfolio kleiner als bei den Kernanlagen.

Selbstverständlich kann ein Core-Satellite-Ansatz auch andere Anlagen enthalten, wie z.B. Immobilien oder Private Equity Anlagen. Zum besseren Verständnis und weil diese Anlageklassen zusätzliche Besonderheiten aufweisen, haben wir uns in diesem Beitrag ausschließlich auf liquide Anlagebausteine konzentriert.

Nutzen für den Investor?

Ein „Fahrplan“ für Ihr Vermögen legt die Handlungsleitplanken fest und bietet Ihnen mehr Sicherheit in der Entscheidungsfindung bei Anlagen, besonders in den emotional aufwühlenden Zeiten stürmischer Börsenphasen. Der größere Kern steht für ein robustes langfristiges Marktportfolio. Satelliten sind vielseitig einsetzbar und ergänzen das Kernportfolio entweder als zusätzlicher Ertragsbringer oder stabilisierender Anker.

Wie geht so was in der Praxis?

Nach Erstellen Ihres persönlichen „Vermögensfahrplans“ folgt die Auswahl von passenden Vermögensverwaltern, die Mandatierung und dann die regelmäßige Kontrolle.

All diese Aufgaben sollten frei von Interessenskonflikten erarbeitet sein. „Machen Sie den Bock nicht zum Gärtner!“

 

Gerne stehen wir Ihnen für Fragen oder ein persönliches Gespräch zur Verfügung.